Das Töpperschloss Neubruck

Vom Hammerwerk zum glanzvollen Veranstaltungsschauplatz

2015 war das Töpperschloss in Neubruck prächtiger Austragungsort der Niederösterreichischen Landesausstellung ÖTSCHER:REICH. Jetzt finden im schönen Innenhof und in den historischen Prunkräumen vielerlei Veranstaltungen statt, die Töpperkapelle steht für Hochzeiten offen. Beschaulich ist eine Bootstour auf der Erlauf vom Töpperschloss zur Stadtmole in Scheibbs.

Hier an der Mündung des Jeßnitzbaches in die Erlauf stand einst ein Hammerwerk mit einer Nagelschmiede. 1817 erwarb Andreas Töpper den Hammer und errichtete an seiner Stelle die "erste k. k. Eisen-, Stahl- und Walzblechfabrik", die schließlich zu einer der größten und fortschrittlichsten der Monarchie wurde. 1830 ließ Töpper eine neue Brücke über die Erlauf bauen, nach ihr wurde der Ort Neubruck benannt.

Der Besitznachfolger Eduard Musil von Mollenbruck wandelte das nicht mehr zeitgemäße Hammerwerk 1881 in eine Papierfabrik um, das Herrenhaus wurde um 1890 zu einem vierflügeligen Schloss erweitert. Im Jahr 1996 musste die Papierfabrik den Betrieb einstellen.

Wieder Leben im Töpperschloss

Seit 2016 wird das in neuem Glanz erstrahlende Schloss als Dienstleistungszentrum mit Büro-, Ausstellungs- und Schulungsräumlichkeiten genutzt. Auch die Experten von Eisenstraße Niederösterreich und Mostviertel Tourismus haben hier ihren Sitz, sie informieren Besucher gerne über Ausflugs- und Urlaubsangebote. Die revitalisierte historische Parkanlage dient als Ruhe- und Kraftraum.

Das Schloss und der Außenbereich sind regelmäßig Bühne für Kultur-, Genuss- und Unterhaltungsveranstaltungen, von Frühschoppen und Märkten bis zu Konzerten und Festen. Aber auch private Feiern, Hochzeiten und betriebliche Veranstaltungen finden hier einen prachtvollen Rahmen. Für Kulinarik und Organisation gibt es professionelle Unterstützung durch die Gastwirtschaft Neubruck und Streed Event und Gastronomie GmbH. Nach Anmeldung sind auch Reisegruppen herzlich willkommen.

Kostbares Kulturdenkmal: Die Töpperkapelle

Zwischen 1831 und 1834 ließ Andreas Töpper auf dem Firmenareal eine Kapelle für seine Familie und die Arbeiterschaft errichten. Die Kapelle wurde dem Hl. Andreas geweiht und entsprach in Größe und Ausstattung Töppers herausragender gesellschaftlichen Stellung. Die Wände sind mit prunkvollen Fresken verziert, der Altar mit figuralen Aufsätzen, die Kirchenstühle mit Intarsien. Die Orgel stammt aus der bekannten Kremser Orgelbaufamilie Gatto.

Die Töpperkapelle konnte durch Investitionen im Rahmen der Landesausstellung und dank des Töpperkapelle Neubruck Fördervereins bereits weitgehend revitalisiert werden. Sie ist ein besonders schöner Ort für kirchliche Trauungen und für die regelmäßig stattfindenden Orgel-Matineen.

Tipp: Flusswandern Sie vom Töpperschloss Neubruck zur Stadtmole in Scheibbs

Gemächlich geht es bei einer Bootstour auf der Erlauf durch die Landschaft, die Altstadt von Scheibbs erleben Sie aus einer völlig neuen Perspektive. Gerne begleiten Sie kundige Führer bei Ihrer Flusswanderung.

Töppergelände Neubruck